Transport eines adipösen Patient: Sicherheit, Schulung, Technik
In den letzten Jahrzehnten hat sich Adipositas zu einer echten globalen Gesundheitskrise entwickelt. Laut der Weltgesundheitsorganisation hat sie epidemische Ausmaße angenommen – mit dramatischen Folgen für Lebensqualität und Lebenserwartung der Betroffenen. Dieses Phänomen betrifft nicht nur die Patient:innen selbst, sondern auch das medizinische Personal, die Einrichtungen und das gesamte Notfallsystem – in Deutschland wie weltweit.Die Versorgung und der Transport eines adipösen Patient stellen besondere Herausforderungen dar, die spezifische Schulungen, strenge Protokolle und geeignete Ausrüstung erfordern.
Ein wachsendes Phänomen – ein Dienst, der sich anpassen muss
Der Transport bariatrischer Patient:innen ist zwar relativ selten, kann aber das Rettungsteam unvorbereitet treffen. Die in Rettungsfahrzeugen normalerweise vorhandene Ausrüstung ist oft nicht dafür ausgelegt, eine:n adipösen Patient sicher zu mobilisieren und zu transportieren, insbesondere wenn deren Mobilität stark eingeschränkt ist. In solchen Fällen besteht ein erhöhtes Risiko für Komplikationen wie Atemnot, Kreislaufprobleme oder Hautschäden. Auch für das medizinische Personal besteht ein erhebliches Verletzungsrisiko beim Heben und Bewegen der Betroffenen. Wie auf trasportoambulanza.it betont wird, sind Standard-Rettungswagen für solche komplexen Einsätze nicht ausgerüstet – was sowohl die Sicherheit als auch die Würde der Patient:innen beeinträchtigen kann.

Die Problematik schwerer Adipositas geht weit über die eingeschränkte Beweglichkeit hinaus: Häufig leiden diese Patient:innen unter Begleiterkrankungen wie Typ-2-Diabetes, respiratorischer Insuffizienz oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen – Faktoren, die den Transport besonders heikel machen.
Das bariatrische Rettungsfahrzeug: Ausstattung und Besonderheiten
Im Zentrum dieser Versorgungsform steht das bariatrische Rettungsfahrzeug, das speziell konzipiert wurde, um maximale Sicherheit und Komfort für adipöse Patient:innen zu gewährleisten. Im Vergleich zu Standardfahrzeugen verfügen diese über:
- Verstärkte Tragen, die Lasten bis zu 500 kg tragen können, mit breiten, stabilen Liegeflächen
- Tragenlagerungssysteme mit entsprechender Tragfähigkeit und stoßgedämpfter Aufhängung
- Elektrische oder hydraulische Hebesysteme zur Erleichterung der Patient:innenbewegung
- Erweiterter Innenraum, der dem Personal ausreichend Arbeitsfreiheit bietet
- Verstärkte Fixierungssysteme für mehr Stabilität während des Transports
- Hochwertige medizinische Ausrüstung wie Beatmungsgeräte, Multiparameter-Monitore und Defibrillatoren
Zu den wichtigsten Komponenten zählen elektrische Tragen mit einer Tragkraft von bis zu 318 kg, Scherentragen bis 220 kg, Bergetücher (Toboga) bis 268 kg, Transporttücher mit 8 Tragegriffen sowie Gurtsysteme zur Immobilisierung.

Personaltraining und Einsatzprotokolle: das Fundament des Dienstes
Der Transport eines adipösen Patient erfordert einen multidisziplinären Ansatz und eine gezielte Ausbildung. Das Personal muss geschult sein in:
- Sicheren Hebe- und Bewegungstechniken, um Verletzungen bei sich selbst und den Patient:innen zu vermeiden
- Der sachgerechten Nutzung spezieller Ausrüstung – von verstärkten Tragen bis hin zu Hebevorrichtungen
- Dem Umgang mit Notfallsituationen im Zusammenhang mit den typischen Begleiterkrankungen schwer adipöser Patient:innen
Hinzu kommt die Notwendigkeit, spezifische Richtlinien und Protokolle einzuhalten – von klar definierten Regelungen für Notfall- und geplante Transporte über die regelmäßige Wartung der Fahrzeuge und Ausrüstung bis hin zu einer abgestimmten Kommunikation zwischen allen beteiligten Fachkräften.

Die Bedeutung spezialisierter Tragen und Trägersysteme: die Antwort von Stem
Im Bereich bariatrischer Transportlösungen stellt Stem mit seinen innovativen Produkten einen wichtigen Referenzpunkt dar, der Sicherheit und Flexibilität im Einsatz garantiert.
Die robotisierte elektrische Trage Spark ist mit einem innovativen Modulsystem ausgestattet, das Rettungsfahrzeuge vielseitiger macht. Dank dieser Modularität eignet sich das System nicht nur für Notfalleinsätze, sondern auch für bariatrische Transporte – das jeweilige Modul kann in wenigen Sekunden ausgetauscht werden. So können Fahrzeuge rasch wieder einsatzbereit gemacht werden. Die robuste Bauweise in Kombination mit seitlich ausziehbaren Trageflächen bis 1.100 mm sorgt für hohen Komfort bei bariatrischen Patient:innen. Die maximale Tragkraft von 320 kg gewährleistet höchste Sicherheit.
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Die erste elektrische, robotergesteuerte Trage, die den Patiententransport revolutioniert
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Ein weiteres Beispiel ist das Trägersystem Optimus-XP, eine neue Generation von Tragenlagern, das mit den meisten elektrischen Tragen auf dem Markt kompatibel ist. Es wurde für Lasten bis zu 550 kg entwickelt und ist somit besonders für bariatrische Einsätze geeignet. Trotz seiner schlanken Bauweise bietet es eine robuste und stabile Struktur, die auch Überlastungen standhält. Die integrierte hydropneumatische Federung reduziert Vibrationen auf unebenen Straßen – was den Bedarf an Sedierung während des Transports verringern kann. In seiner starren Position kann das System auf beliebiger Höhe arretiert werden, was die Arbeit am Patienten deutlich erleichtert.
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Optimus-XP |
Verfügbarkeit des Dienstes
In Deutschland ist der bariatrische Transport in der Regel spezialisierten privaten Dienstleistern vorbehalten, die im Auftrag der Krankenkassen oder regionalen Rettungsdienste agieren. Die Verfügbarkeit bariatrischer Rettungsfahrzeuge ist jedoch nicht landesweit einheitlich und kann regional stark variieren. Bei geplanten Transporten ist es daher unerlässlich, dem Dienstleister frühzeitig alle relevanten medizinischen Informationen und physischen Merkmale der Patient:innen mitzuteilen – darunter Vorerkrankungen, Medikamentenallergien, Gewicht und Körpermaße –, um eine adäquate Einsatzvorbereitung zu ermöglichen.
Fazit
Die Versorgung bariatrischer Patient:innen erfordert Aufmerksamkeit, Respekt und hohe Fachkompetenz. Jeder Transport muss mit entsprechender Schulung und moderner Technologie durchgeführt werden. Mit Lösungen wie Spark und Optimus-XP bietet Stem ein hohes Maß an Sicherheit und Effizienz – und trägt dazu bei, Versorgungsungleichheiten zu verringern und die Lebensqualität von Menschen mit schwerer Adipositas nachhaltig zu verbessern.

