Rettungshund: Anforderungen und Ausbildung
Ein Rettungshund spielt eine zentrale Rolle. Wir haben uns daran gewöhnt, sie bei der Suche nach Vermissten unter Trümmern oder Lawinen, oder bei der Rettung von Badegästen zu sehen, die zu ertrinken drohen. Das sind die so genannten „Rettungshunde“. Hier erfahren Sie, wer sie sind, was sie tun und wie sie ausgebildet werden.
Es ist allgemein bekannt, dass Hunde zu den treuesten „Freunden“ des Menschen gehören. Sie sind intelligente, vielseitige Tiere, die ein besonderes Einfühlungsvermögen und intensive Bindungen zu Menschen entwickeln können. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen zeigen sogar, dass sie in der Lage sind, Emotionen zu empfinden, die den unseren sehr ähnlich sind, z. B. Freude, Frustration, Wut und Stress. Darüber hinaus ist ihre Hingabe an diejenigen, die sich um sie kümmern und sie lieben, so tiefgreifend, dass sie im Notfall nicht zögern, ihr eigenes Leben zu riskieren, um sie zu schützen.
Gerade wegen dieser angeborenen Eigenschaften werden einige Hunde in verschiedenen Kontexten und natürlichen Umgebungen zur Rettung und Bergung eingesetzt. Um ein „Rettungshund“ zu werden, muss das Tier bestimmte Voraussetzungen erfüllen, z. B. zu bestimmten Rassen gehören, die für diese Art von Aktivität eher prädisponiert sind, und vor allem eine spezielle Ausbildung mit qualifiziertem Personal absolvieren. In diesem Artikel gehen wir darauf ein, bei welchen Rettungsaktionen Rettungshunde eingesetzt werden, welche Rolle sie spielen und welche Ausbildung sie durchlaufen.
Der Einsatz von Rettungshunden, so Drk, spielte während der beiden Weltkriege eine entscheidende Rolle, insbesondere in den medizinischen Abteilungen der Bundesrepublik Deutschland. In Deutschland war die Bergwacht eine der ersten Institutionen, die die Hilfe ihrer vierbeinigen Freunde in Anspruch nahm, gefolgt vom Roten Kreuz. Besonders in diesen schwiering Zeiten zeigte sich, wiw wichtig der Rettungshund für die Rettungsaktionen war.

Eine spezifische Rolle für jeden Rettungshund
Rettungshunde verlassen sich nicht nur auf ihre natürlichen Instinkte, sondern handeln in extremen Situationen präzise und kontrolliert, indem sie bestimmte Befehle befolgen. Ihre Ausbildung ist ein langer und anspruchsvoller Prozess, der nicht nur das Temperament des Hundes, sondern auch eine enge Zusammenarbeit mit seinem Hundeführer erfordert. Wenn zum Beispiel Polizeihubschrauber mit Wärmebildkameras nicht durch das dichte Blätterdach eines Waldes hindurchkommen, können diese vierbeinigen Detektive solche Gebiete problemlos absuchen. Das macht sie ideal für Rettungseinsätze in unübersichtlichem und unwegsamem Gelände!
Die fünf Bereiche
Rettungshunde werden hauptsächlich in fünf Bereichen eingesetzt:
- Mantrailer. Dabei handelt es sich um Hunde, die sich dank Geruchsproben von vermissten Personen orientieren. Wenn sie zum Beispiel am T-Shirt der vermissten Person schnüffeln, können sie ihrer Duftspur folgen.
- Trümmersuchhunde: Trümmersuchhunde suchen hauptsächlich nach verschütteten Personen. Aus diesem Grund kommen sie immer dann zum Einsatz, wenn es zu Gebäudeeinstürzen oder Erdbeben kommt, die die Suche nach vermissten Personen erfordern.
- Flächensuchhunde: Sie durchsuchen schnell und sicher auch sehr große Gebiete nach lebenden und vermissten Personen. Sobald diese geortet sind, machen sie durch Bellen auf sich aufmerksam und führen das Team zum Ziel. Flächensuchhunde suchen nicht nach bestimmten Personen, sondern weisen auf jede hilflose Person am Suchort hin. Zu den Einsatzgebieten gehören unter anderem Waldgebiete, Wiesen und Felder.
- Lawinensuche: Der Lawinensuchhund ist ein Spezialist für das Auffinden von Verschütteten unter Schnee und kann Verschüttete bis zu einer Tiefe von 6 Metern lokalisieren.
- Wassersuche: Wassersuchhunde werden eingesetzt, um Taucher bei der Suche nach lebenden oder toten Personen zu unterstützen, indem sie deren Geruch unter Wasser verfolgen. Sie werden auch zur Rettung in Ertrinkungs- oder Wasserrettungssituationen eingesetzt. Aus diesem Grund müssen sie Schwimmfähigkeiten, Ausdauer, Gehorsam und Rettungsinstinkte entwickeln. Zusätzlich zu diesen Fähigkeiten müssen sie in der Lage sein, lange Strecken zu schwimmen, mit starken Strömungen zurechtzukommen und in Notsituationen schnell zu handeln.
Die Rolle des Rettungshundes
In Deutschland werden Rettungshunde vor allem zur schnellen Ortung vermisster Menschen eingesetzt, die zahlreichen Risiken wie Unterkühlung oder Nahrungs- und Wassermangel ausgesetzt sind. Sogenannte „Spürnasen“ werden aber auch in anderen Situationen eingesetzt:
– Wenn sich Kinder im Wald verirren.
– Wenn selbstmordgefährdete oder demenzkranke Menschen vermisst werden.
– Bei Katastrophen wie Zugunglücken, Überschwemmungen oder wenn in den Trümmern noch lebende Menschen vermutet werden.

Zur Rettung geeignete Rassen und ihre Eigenschaften – Rettungshund
Einige Hunderassen sind für die Ausbildung zum Rettungshund besonders geeignet. Dies gilt für den Neufundländer, den Labrador Retriever, den Flat-Coated Retriever, den Golden Retriever, den Portugiesischen Wasserhund und den Landseer. Aber noch wichtiger als die Rasse sind bestimmte charakterliche Eigenschaften. Um zum Training zugelassen zu werden, müssen die Vierbeiner zunächst einen Eignungstest bestehen.
– Körperliche Tauglichkeit.
– Ausdauer.
– Einsatzbereitschaft.
– Neigung zum lernen.
– Bereitschaft zum Umgang mit anderen Hunden und Menschen.
– Schwimmfähigkeiten.
– Fügsames und gehorsames Wesen.
Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, kann die Ausbildung des Tieres beginnen.

Eine perfekte Symbiose zwischen Rettungshund und Hundeführer
Bei Beginn der Ausbildung sollten die Hunde so jung wie möglich sein (6 bis 12 Monate). Das Höchstalter beträgt 2 Jahre. Die Ausbildung von Rettungshunden ist in Deutschland ein detaillierter und strenger Prozess, an dem mehrere spezialisierte Organisationen wie das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und die Johanniter beteiligt sind.
1. Deutsches Rotes Kreuz (DRK):
Bei der Ausbildung am DRK sind Rettungshund und Hundeführer ein eingespieltes Team. Die Ausbildung dauert zwischen einem und zwei Jahren und umfasst praktische Übungen in verschiedenen Umgebungen wie Wäldern und Abbruchgebieten. Die Hundeführer lernen außerdem den Umgang mit Hilfsmitteln wie topografischen Karten, Kompassen und Funkgeräten, und erwerben Kenntnisse über die Erste Hilfe für Hund und Mensch.
2. Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG):
Der Schwerpunkt der DLRG liegt auf der Wasserrettung. Die Hunde sind darauf trainiert, in Not geratene Menschen im Wasser aufzuspüren und zu retten, wobei sie oft in kritischen Situationen wie Überschwemmungen oder Unfällen auf See im Einsatz sind. Der Ausbildungsprozess umfasst regelmäßige und strenge Übungen, um sicherzustellen, dass die Hunde in der Lage sind, in Notfällen effektiv zu reagieren.
3. Johanniter:
Die Johanniter bilden Hunde für verschiedene Arten von Such- und Rettungseinsätzen aus, darunter Flächensuche, Mantrailing und Trümmersuche. Diese Hunde werden darauf trainiert, unter rauen Bedingungen wie unwegsamem Gelände und widrigem Wetter zu arbeiten. Das Ausbildungsprogramm dauert etwa zwei bis drei Jahre und umfasst etwa 700 bis 750 Ausbildungsstunden pro Jahr für jedes Team. Auch die Hundeführer müssen eine spezielle Ausbildung durchlaufen, die folgende Bereiche abdeckt:
– Rettungsschwimmer
– Medizinische Ausbildung
– Erste Hilfe für Hunde
– Funkausbildung
– Karte und Kompass
– Kinologie
Die Ausbildung endet mit einer Prüfung, die dann alle 24 Monate wiederholt werden muss, damit die Teams weiterhin zu Einsätzen fahren können.

Schlussfolgerungen
Kurz gesagt, der Beruf eines Rettungshundes ist in jeder Hinsicht ein Beruf, der auf den natürlichen Fähigkeiten des Tieres beruht, die im Rahmen einer spezifischen Ausbildung zum Wohle der Gemeinschaft irgendwie stimuliert und gelenkt werden. Es gibt diejenigen, die sie „Heldenhunde“ bezeichnen, was wahrscheinlich eine rhetorische Übertreibung ist. Aber es ist schön, so zu denken. In Wirklichkeit sind „Rettungshunde“ einfach außergewöhnliche Tiere. Um immer auf dem neuesten Stand in Bezug auf Notfallhilfe zu bleiben, folge unserem Blog!

