Die Entwicklung des Krankentransports im Krankenwagen und die Rolle von Stem Technology
Zu Beginn der 1970er Jahre sah das Angebot der außerklinischen Gesundheitsversorgung noch ganz anders aus als heute. Krankenwagen waren im Grunde nichts anderes als „Lieferwagen“, die für den Transport von kranken oder verunfallten Patienten umgebaut wurden.
Die Rettungsmaßnahmen beschränkten sich auf einfache Aktionen ohne Hilfsmittel und die einzige Ausrüstung, die den Rettungskräften zur Verfügung stand, waren eine Sauerstoffflasche und Krankentragen, direkte Nachfahren der Modelle, die auf Schlachtfeldern genutzt worden waren. Es gab noch keinen echten „Raum“, in dem die Kranken versorgt werden konnten und auch auf die Sicherheit und den Komfort der Patienten wurde wenig Rücksicht genommen.
Aufgrund fehlender Koordination und mangelnder Investitionen in den Sektor waren selbst die Mitarbeiter, meist Freiwillige, nur als Träger tätig und verfügten oft nicht einmal über Grundkenntnisse in Erster Hilfe.
Die Bestimmung des Unternehmens Stem für Innovation im Kranken- und Rettungstransport
Die Firma Stem Technology aus Collecchio in der Provinz Parma begann 1986 mit Ezio Menna an der Spitze, der die Entwicklung der Krankentransporttechnik entscheidend vorantreiben wollte.
Nachdem Ezio mehr als 20 Jahre in der Bürgerhilfe von Collecchio gearbeitet hatte, beschloss er angesichts der Missstände im Bereich des Rettungstransports, seine angeborene Leidenschaft für Technik mit seiner Berufung für den Rettungsdienst zu verbinden.
So entstanden 1988, nach den ersten Prototypen, C4, die erste gefederte Tragenlagerung von Stem Technology, und mit GE-1, die erste elektrische Trittstufe für den professionellen Einsatz.
Die Konstruktionsphilosophie von Stem Technology beeinflusste sodann die Bauweise von Krankenwagen und damit auch die Konzepte der Notfallrettung und des Krankentransports.
Während in Italien die Entwicklung des professionellen Rettungswesens noch in den Kinderschuhen steckte, begann Stem, sich im Europäischen Ausland einen Namen zu machen und belieferte die französische Sapeur Pompiers sowie deutsche und spanische Krankenwagenhersteller mit Tragenlagerungen.
Die technische und wissenschaftliche Revolution in der Rettungstechnik
Wie beim Pkw gab es auch in Rettungsfahrzeugen keine Anschnallpflicht und keine Verpflichtung zur Durchführung von Crashtests zur Zertifizierung der sicheren Befestigung der im Fahrzeug eingebauten Vorrichtungen. In den 90er Jahren setzte das CEN (Europäisches Komitee für Normung) die Arbeitsgruppe CEN/TC 239 ein, die eine europäische Norm zur Sicherheit von Rettungsfahrzeugen und medizinischen Geräten erarbeiten sollte. Mit seiner Teilnahme am CEN leistet Stem Technology erneut einen Beitrag, insbesondere zur Normung von Tragenlagerungen und zur Gewährleistung eines hohen Qualitäts- und Sicherheitsniveaus, welches bis dahin keine Beachtung fand.
Mit der Einführung der Notrufnummer 118 im Jahr 1992 hat sich auch das Erscheinungsbild der Krankenwagen in Italien verändert. Einhergehend mit der Entwicklung eines Systems mit immer besser ausgebildeten und spezialisierten Rettungskräften, drängen Vorrichtungen auf den Markt, welche die Struktur der Krankenwagen maßgeblich verändern. Von selbstladenden Krankentragen bis zu Defibrillatoren mit Monitor erhält der Innenraum des Rettungswagens seine heutige Struktur, und die Tragenlagerung nimmt dabei eine grundlegende Rolle ein.
Die stoßgedämpften Tragenlagerungen des Herstellers Stem absorbieren die beim Transport entstehenden Erschütterungen und Schwingungen, die sich sonst auf den Patienten auswirken und seinen klinischen Zustand zusätzlich beeinträchtigen würden.
In dieser technischen und wissenschaftlichen Revolution nimmt Stem Technology mit der Umsetzung spezifischer Projekte zur Modernisierung der Ausstattung von Rettungsfahrzeugen eine führende Rolle ein.
Die Qualität des Transports für die Sicherheit und den Komfort der Patienten
Stem Technology engagiert sich gemeinsam mit seinem Entwicklerteam weiter für die Verbreitung des Prinzips, dass ein qualitativ hochwertiger Transport beim Patienten zu Hause oder auf der Straße beginnt, mit dem Transport fortgesetzt wird und schließlich in der Notaufnahme endet.
Die neuen Erkenntnisse des emilianischen Unternehmens zur Gewährleistung der Unversehrtheit, der Sicherheit und des Komforts der transportierten Person finden in der Transportphase Anwendung und machen das Unternehmen weltweit bekannt. Heute konzentriert sich Stem darüber hinaus auf die Forschung und Entwicklung von Lösungen für die Desinfektion und den Infektionsschutztransport (Biocontainment).
Das technische Niveau der medizinischen Ausstattungen wird sich in den kommenden Jahrzehnten voraussichtlich weiter verbessern.
Kranken- und Rettungswagen werden immer mehr kleinen stationären Behandlungseinheiten ähneln, deren Ausstattung in Bezug auf Diagnose und Erstversorgung einen fast krankenhausähnlichen Service ermöglichen wird.
Die Grundprinzipien, die den regionalen Notdienst seit Jahren bestimmen, werden sich jedoch nicht ändern und in diese investiert Stem seit über 35 Jahren konsequent, damit man heute von Kranken- und Rettungswagen sprechen kann und nicht mehr von „Lieferwagen für den Krankentransport“.

